02.24.09

11 falsche Vorstellungen über den christlichen Glauben

Veröffentlicht in Gott besser kennen lernen, Praktische Tipps für ein erfülltes Leben um 6:06 von strassenpastor

1. Das Christentum ist eine Religion, in dem man bestimmte traditionelle Riten für bestimmte Ziele und Zwecke ausführen muss.

Rituale haben ihren Platz im menschlichen Leben, auch in der Gemeinde. Der Kern eines christlichen Lebens ist es aber vielmehr, einen echten Konkakt zu Gott dem Vater herzustellen.

2. Christentum ist körperfeindlich und gegen Erotik.

Sicherlich wird einen die Lektüre des Hoheliedes und der Sprüche in der Bibel eines besseren belehren.

3. Durch das Tun von guten Werken kann man sich ewiges Leben erwerben.

Nichts widerspricht dem Christentum mehr als dieser Gedanke. Stellen Sie sich einen Bankräuber vor, der darauf plädiert, dass er ja immer für Brot für die Welt gespendet und alten Damen über die Straße geholfen hat. Nur durch das Opfer von Jesus können wir Vergebung erlangen. Jesus sagt: Niemand kommt zum Vater außer durch mich.

(Vgl. auch Epheser 2, 8-9: Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben—und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es—, nicht aus den Werken, auf daβ sich nicht jemand rühme.)

4. Christen sind bessere und moralischere Menschen.

Dies ist eine Fortführung des obigen Gedankens. Christen sind keine besseren Menschen, sondern nur besser dran, da ihnen vergeben wurde. Aus dieser Haltung sollte sich eine gnädige Haltung gegenüber den Schwächen anderer Menschen entwickeln. Aus dem Glauben werden sich, wenn er echt ist, gute Werke manifestieren.

5. Das Christentum ist eine soziale Organisation.

Wir können stolz auf die vielen und guten sozialen Aktivitäten der Kirche sein. Der Mittelpunkt ist allerdings die Anbetung Gottes und dessen was er in Jesus getan hat.

6. Als Christ wird man geboren.

Christ kann man nur werden. Jemand sagte einmal zu recht, dass Gott nur Kinder und keine Enkelkinder hat.

7. Durch die Mitgliedschaft in einer Kirche habe ich automatisch eine Beziehung zu Jesus.

Weder gute noch schlechte Traditionen können eine echte Beziehung ersetzen. Nicht der Trauschein macht die Beziehung, sondern der lebendige Austausch zwischen zwei Menschen.

8. Je ärmlicher und spaßfeindlicher, desto edler und christlicher.

Gott wird in der Bibel nicht müde, immer wieder zu versichern, dass er uns ein gutes Leben geben möchte. Schon hier auf dieser Erde.

9. Jeder kann sich sein eigenes Christentum basteln.

Frei nach dem Rezept: Ein wenig von meinen eigenen Erfahrungen, ein wenig, was meine Nachbarn sagen, einen Schuß Reinkarnation und ein paar esoterische Wohlfühltipps. Wie das mit der Errettung und dem christlichen Leben ist, dass denke ich mir ein wenig so aus, dass es halt passt. – Stellen Sie sich nur vor, sie würden ihr Auto von einem solchen „Zusammenreim-Experten“ reparieren lassen. Keiner würde sein Auto dort abgeben. Keiner kann sich seinen eigenen Gott hinreparieren, wie er will. Gott ist Gott und nur die Bibel gibt uns fachmännisch Auskunft über lebensentscheidenede Sachverhalte: Was ist wichtig und wie werden wir errettet.

10. Ein Christ weiss alles und darf sich nie irren. Entweder – oder! Wenn ein Christ einen Fehler macht, kann ich so tun, als ob Gott doof ist.

Im Kern steckt auch hier wieder der Irrtum aus Punkt 3 und 4. Als Christ erkennen wir in den Augen Gottes unsere eigene Schwäche. Er ist unsere Stärke und Rettung. Es ist geradzu „natürlich“, dass wir als Christen immer wieder Fehler machen.

10 1/2. Christentum ist meine Privatsache. Das geht niemand was an.

Wer tatsächlich mit Jesus in Berührung gekommen ist, wird auf Dauer ein Verlangen entwickeln, mit anderen Christen in der einen oder anderen Form zusammenzukommen. Christsein kann man nicht allein sein. Der „Spezialist“ in der Bibel sagt, dass wir ein Leib sind und zusammenkommen sollen. Ein Leib, der zu Christus dem Herrrn zusammenwächst. Ferner sagt Jesus, dass wir ihn vor den Menschen bekennen sollen.

Wer auf Dauer dieses Verlangen nicht entwickelt, sollte dringend überprüfen, ob bzw. in welcher Beziehung er momentan zu Jesus steht und ob er nicht anfällig für den Irrtum aus Punkt 9 ist.

Günther, www.inunsererstrasse.de

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Bild: Gerd Altmann, pixelio.de




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